Linda Tellington-Jones sagte einmal : “Wenn dich ein Alpaka mit seinen großen Augen anschaut, schaut dich Gott an.”... und genau das war es wohl was ich tief im Innersten spürte als ich das erste Mal im Leben ein Alpaka sah. Nein nicht etwa groß und in echt, nein, es war ein kleines Zeitungsbild nur mit dem Kopf eines Alpakas und diesen magischen Augen. Seit diesem Moment weiß ich es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde die kann man nicht erklären. Seit diesem Augenblick gab es kein Zurück mehr. Ich hatte mich verliebt, in etwas dessen Namen ich nicht einmal aussprechen konnte. Dies dachte wohl auch die Dame bei der Auskunft: “Ich hätte gerne einen Züchter für H.u.a.c.a.y.a A.l.p.a.k.a.s, Nein! Kein Name! Nein! Kein Ort! und trotzdem, hier bekam ich geholfen ;-) !Bitte notieren Sie: “Egen Walter Tel.... Dankeschön! Also schnell zum Telefon und angerufen. “Schönen Guten Tag , Freunde der Neuweltkameliden”! Ach du Scheiße, ne Sekte ! Heute weiß ich das es sich nicht um eine Sekte handelt und das Neuweltkameliden auch keine schlimme Krankheit sind, sondern die schönsten, sanftmütigsten und faszinierendsten Wesen die es unter der Sonne gibt Jetzt begann mein Leidensweg !! Keine Nacht mehr vor 3Uhr ins Bett, das Internet bot von Nacht zu Nacht mehr Stoff zum Schmökern. Die wenigen deutschsprachigen Bücher waren schnell gelesen. Auf jede Antwort stellten sich 2 neue Fragen. Wenige Tage nach dem Erlebnis mit diesem Bild mußte mein Freund seinen Vatertag opfern, damit wir die ersten Züchter, Fam. Grüttner, besuchen konnten. Das Gefühl auf einer Weide zu stehen,umgeben von traumhaft schönen, sanftmütigen und magischen Alpakas kann ich euch leider nicht beschreiben, denn dafür gibt es keine Worte. Beim nächsten Besuch suchte ich mir “meine” erste tragende Stute aus,beim nächsten Mal wurde sie gekauft. Das Nächste mal noch ein Freund dazu, und genau ein Jahr nach der Begebenheit mit dem Bild stand Dorita mit ihrem Fohlen Maria und ihrem Freund Theo bei mir unter der Traumweide. Mittlerweile sind bei uns aller guten Alpakas 5. Zwei Wallache von Silke aus der Hubertusmühle bereichern nun meine kleine Herde, und ich möchte keine Minute mehr missen. Wie alles begann... Die Mythologie...
Die Verbindung zwischen Alpakas und Lamas zum Sonnengott beruht vielleicht auch auf ihrer Angewohnheit dem Sonnenauf- bzw. Untergang zuzuschauen. Weiße Lamas nehmen hier eine besondere Stellung ein, denn sie wurden dem Sonnengott geweiht und auf religiösen Festen als Opfergaben dargeboten. Die Magie und besondere Ausstrahlung dieser Tiere macht es leicht solchen Überlegungen Glauben zu schenken Haltung und Pflege... Auf der Suche nach “unserm” Tier spielte eine große Rolle das man Alpakas nicht schlachtet was unserer Durch ihre Angewohnheit nur auf bestimmten und gemeinsamen Plätzen zu misten sind sie sozusagen “Stallrein” und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Sauberhaltung der Tiere. Alpakas benötigen das gesamte Jahr über Heu, da sonst Verdauungsprobleme auf unseren fetten Wiesen vorprogrammiert sind, denn in den Ursprungsländern Südamerikas ist das Nahrungsangebot eher spärlich. Frisches Wasser ist zu jeder Jahreszeit zwingend notwendig. Die Weide muß über einen offenen Stall oder einem geschützten Unterstand verfügen. Die Weidefläche sollte für die ersten 2 Tiere mindestens 1000 m² ,für jedes weitere Tier zusätzlich 100m² betragen. Die Zaunhöhe sollte ca 1,20m betragen. Am besten eignet sich ein sogenannter “Wildzaun”. Alpakas bekommen gewöhnlich nach einer Tragezeit von 11,5 Monaten ein Fohlen. Zwillingspaare sind sind die absolute Seltenheit. Die Neugeborenen stehen innerhalb von 2 Stunden auf ihren eigenen Beinen und sollten auch gleich anfangen die “Milchbar” ausfindig zu machen, damit sie die lebenswichtige Kolostralmilch aufnehmen können. Ein Alpakafohlen wiegt bei der Geburt ca.5 kg. Man unterscheidet Huacaya- und Suri- Alpakas welche sich durch ihr andersartiges Flies unterscheiden. Die Abstammung... Die Altwelt- und Neuweltkamele haben die gleichen gemeinsamen Vorfahren. Ein Teil dieser Urkameliden ist während der letzten Eiszeit, vo Aus diesen Urlamas haben sich dann die Beiden heute noch in den Andengebieten Südamerikas lebenden Wildformen Vicuna und Guanako entwickelt. Während das Vicuna nach wie vor nur als Wildform existiert wurde das Guanako von den Indios domestiziert. Hieraus gingen durch selektive Zucht die Haustierformen Lama und Alpaka hervor.
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